Gemeinde Bad Kleinkirchheim

Arbeit und Brauchtum

Die Gemeindechronik von Bad Kleinkirchheim kann im Gemeindeamt erworben werden. Anfragen richten Sie bitte an Frau Gruber Sigrid.

 

das tägliche Brot

Im Kleinkirchheimer Tal ringen fleißige Bauern dem Heimatboden beinahe schon ein Jahrtausend das tägliche Brot für sich und ihre Familie ab. Solange die Abgabepflicht bestand, musste von diesem Brot auch noch ein Teil den geistlichen Herren von Millstatt abgetreten werden. Die Bauern atmeten auf, als nach 1848 die Früchte ihrer Arbeit ihnen allein gehörten.
In unserem Hochtal sind die Arbeiten auf den Äckern schwerer und die Ernten karger als draßen in den ebenen Tälern. Viel Schweiß und Mühen erfordert hier der Kampf ums tägliche Brot. Der spätere Frühling, der frühe Herbst und die steilen Hänge bestimmen in unserem Tal die Arbeitsweise. Nur in bescheidenem Maße können hier die Maschinen den Mangel an Arbeitskräften ersetzen. (...)

 

die Kleider unserer Ahnen

Einfach aber praktisch waren die Kleider unserer Ahnen. Alle Stoffe die für ihre Anfertigung notwendig waren, hat man im Bauernhaus selbst erzeugt. Wolle und Flachs wurden nach viel Arbeit und mannigfacher Veredelung zu jenen Kleidungsstücken, die heute noch ab und zu vorhanden sind und als kostbare Erbstücke der Ahnen gehütet werden.
Wolle und Flachs mussten aber vorerst zu Fäden versponnen werden, ehe sie weiter verarbeitet werden konnten.
Bis tief in die Nacht hinein hörte man früher in unseren Bauernhäusern die Spinnräder surren. So um Martini herum holte die Bäuerin die alten Räder aus dem blinden Kammerle oder vom Dachboden und ließ sie bis Lichtmess oder gar noch darüber hinaus auf einem Ehrenplatz in der Küche. (...)

 

alter Wetterzauber

(...) Am Weihnachts-, Neujahrs- und Dreikönigsabend zog die Bäuerin mit einer Rauchpfanne, in der sie geweihte Palmzweige und Kranewittensträußlein auf glühenden Kohlen gelegt hatte, durch alle Räume des Hauses und Stalles, um das Gehöft vor Krankheiten und Blitzschläge abzusichern. Ehe in der Heiligen Nacht die Menschen durch die verschneite Landschaft zur Christmette in die festlich beleuchtete Dorfkirche zogen, stellte die Bäuerin eine Schale mit etwas Milch, ein wenig Schmalz und einen halben Krapfen auf die Gattersäule vor das Haus. Sie fütterte auf diese Weise den Wind, und hatte dieser bis zum nächsten Morgen das Mahl verzehrt, so jagte er im kommenden Sommer kein Unwetter über die Berge. (...)

Termine

05.07.2013 - 05.07.2013
Sprechstunde Rechtsanwalt
19.07.2013 - 19.07.2013
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