Gemeinde Bad Kleinkirchheim

Ein Jahrtausend zieht vorüber

Die Gemeindechronik von Bad Kleinkirchheim kann im Gemeindeamt erworben werden. Anfragen richten Sie bitte an Frau Gruber Sigrid.


Wann erstmals eines Menschen Fuß das Tal von Kleinkirchheim bereten hat, wissen wir nicht. Die ältesten Siedler Kärntens, die Illyrer, Veneter und Kelten, wussten noch nichts von diesem sonnigen Tal im Herzen der Nockberge. Auch von den Römern, die im Jahr 15 v. Chr. das Land zwischen den südlichen Kalkalpen und der Donau ihrem Weltreich anschlossen, finden wir in unserem Tal noch keine Spuren. (...)

(...) Die Slawen ließen sich in unserem Tal erstmals auf dem Schotterfächer östlich von Circhem nieder und gaben ihrem Ort in ihrer Sprache den gleichen Namen, nämlich "Zirkitzen". Dieser Ortschaftsname entstand aus dem slawischen Cirkica, das auch soviel wie "Kirchheim" heißt. (...)

Chirchem kommt zur Herrschaft Millstatt

(...) Die Aribonen gelten als die ersten nachweisbaren Herren des Kirchheimer Tales. Um das Jahr 1070 gründeten der bairische Pfalzgraf Aribo II. und sein Bruder Poto das Benediktinerstift Millstatt und statteten es mit weiten Besitzungen aus, zu denen auch das Kirchheimer Tal zählte. Sowohl Aribo als auch sein Bruder Poto ließen sich im Jahr 1055 in eine Verschwörung gegen Kaiser Heinrich III ein. Die Verschwörung wurde niedergeschlagen, und die beiden Brüder aus dem Aribonenhaus wurden geächtet. In jenen bitteren Zeiten zogen sich Aribo und Poto auf ihre Kärntner Besitzungen zurück. Poto musste sich vor seinen Häschern sogar verbergen und soll sich bei einem Jäger im Kirchheimer Tal versteckt gehalten haben. (...)

Heimat der Ahnen

Mit viel Fleiß und zäher Ausdauer haben unsere Ahnen die  Täler von Chirchem und St. Oswald zu einer sehr wohnlichen Heimat gemacht. Sie haben diese Gegenden im Auftrag ihrer geistlichen Herren von Millstatt gerodet, und man darf sogar annehmen, dass das urbare Land ursprünglich auch in eigener Verwaltung des Klosters gebaut wurde. In den ältesten Aufzeichnungen von Millstatt wird nämlich in Chirchem ein Meierhof am Kmölnig genannt, der dem heutigen Marhof neben der "Alten Post" entspricht. Dieser Hof war das erste bäuerliche Anwesen im Tal. (...)

(...) Die geschlossenste Dorfsiedlung im Tal gab es bereits seit dem auslaufenden Mittelalter in der Umgebung der Kirche St. Kathrein mit dem Heilbad. Sie hieß bis um das Jahr 1700 wirklich "im Dorf". Weil aber dort einzelne Häuser als "beim Bach" bezeichnet wurden, setzte sich der Ortschaftsname "Bach" im ausgehenden 18. Jahrhundert allgemein durch, (...)

Die Türken kommen

(...) Von St. Oswald bis Rottenstein waren die Bauern zum Oberwirt gekommen und hatten immer wieder dem Zirggitzer zugenickt, der damals erklärt haben soll: "Weil uns keiner von den Herren hilft, nit die Jörgenritter von Millstatt, nit der Graf von Himmelberg und auch nit der Herzog, müssen wir alle zammanhalten und zur Selbsthilf greifen!" Hierauf soll der Stampfer mit der Faust auf den abgenützten Tisch geschlagen haben und erklärt haben: "Alle werden zammanhalten, Zirggitzer! Es geht ja um die Heimat, um Weib und Kind! Ich kenne keinen feigen Kerl und keinen Lumpen im ganzen Kirchheimer Tal!" Nun brachte der Zirggitzer einen gut ausgeheckten Plan vor: (...)

(...) Aus den Schusslöchern surrten die Pfeile in die Tiefe, eine Serie nach der anderen, so unheimlich schnell, dass die Mordbrenner für kurze Zeit von ihrem teuflischen Werk abließen. Dann stürmten sie gegen die Wihrwand hinauf und schwangen die krummen Säbel. Doch unablässig pfiffen neue Pfeile und auch Steine aus den Bauernfäusten nieder. (...)

Der Bauernaufstand

(...) Im Laufe des 2. Novembers 1737 bewaffneten sich etwa 300 Bauern mit Dreschflegeln und Morgensternen, mit Hacken und Sapinen und zogen abends um 18 Uhr nach Millstatt. Die Tore waren zwar verrammelt, denn die Jesuiten hatten Nachricht erhalten, dass Gefahr drohe. Die Bauern aber hatten das Schloss in wenigen Minuten erstürmt. Sie besetzten die Tore und Gänge, steckten den Stadel des verhassten Hofrichters Mohr von Mohrenfeld in Brand und misshandelten den Superior, den Amtmann und mehrere andere Jesuiten. (...)

die Gemeindegründung

(...) Am 17. März 1849 wurde vom neuen Reichstag in Wien ein provisorisches Gemeindegesetz geschaffen, das mit dem wichtigen Satz beginnt: "Die Grundfeste des freien Staates ist die freie Gemeinde." Durch gewählte Vertreter sollten nunmehr vorhandene Gemeindevermögen selbst verwaltet, die Volksschulen betreut, Gemeindewege instandgehalten, die Armenfürsorge und gewisse polizeiliche Aufgaben übernommen werden. (...)

(...) Zum ersten Bürgermeister der neuen Gemeinde Bad Kleinkirchheim wurde Franz Ebner, vulgo Lackenwirt, gewählt. (...)

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Termine

24.05.2013 - 24.05.2013
Amtstag Notar
03.06.2013 - 03.06.2013
Blutspendeaktion
05.06.2013 -
außerordentliche Vollversammlung TVB
07.06.2013 - 07.06.2013
Sprechstunde Rechtsanwalt
21.06.2013 - 21.06.2013
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